Alpaca-Jacke mit verkürzten Reihen

NZ Alpaca-Jacke

NZ Alpaca-Jacke Detail

Alpaca-Wolle ist einfach das Beste! Ich liebe sie, sie kratzt nicht, sie ist nachhaltig, lässt sich gut verarbeiten und auch schön als Handwäsche waschen. Also wollte ich gern mal etwas aus Baby-Alpaca-Wolle stricken und in einem Geschäft in Wien im 9. Bezirk vor etwa 4 Jahren habe ich die Wolle dann gefunden. Sie wurde von mir im Rucksack auf dem Rückweg vom Radurlaub nach Hause geschleppt und da lag sie dann etwa ein Jahr zu Hause herum. Wie sich das gelohnt hat, ich dachte schon, sie würde langsam versauern.

Lange habe ich danach nach einem Schnitt gesucht und dann hat meine Cousine dieses Modell empfohlen, weil ich das von der Weite her so stricken kann, wie ich es brauche, so dass ich immer wieder zwischendurch anhalten kann bzw. die Jacke anprobieren kann, um zu testen, ob sie bequem passt.

Etwas zu den Strick-Details. Zum einen wird die Jacke in einem Stück quer, von Vorderteil zu Vorderteil, gestrickt. Zum anderen, wenn man sich etwas mit Stricken auskennt, kann man sich die Technik der verkürzten Reihen schnell aneignen. Das geht laut meiner Anleitung so:

Innerhalb eines Strickstücks die Reihe nicht ganz stricken, sondern jeweils nur einen Teil der entsprechenden Reihe. Die Reihe nur bis zu der Masche stricken, die stillgelegt werden sollen. Dann einen Umschlag auf die rechte Nadel nehmen, die Arbeit wenden und die begonnene Reihe wieder zurückstricken, dabei den Umschlag fest anziehen. Diesen Vorgang so oft wiederholen, wie die Anleitung es vorschreibt. Wenn wieder über alle Maschen die nächste Reihe gestrickt wird bzw. jeweils in der folgenden längeren Reihe, den jeweiligen Umschlag mit der folgenden Masche rechts zusammenstricken, damit kein Loch entsteht.

Dazu gibt es eine Strickschrift und beim Umrechnen dieser Tabelle, also nach wie viel Maschen man verkürzen muss, musste mir meine Cousine doch helfen. Sie ist damit einfach fitter als ich, weil sie schon es viel öfter gestrickt hat.
Schön ist dabei, dass man auf diese Weise ein anderes Strickbild bekommt. Mit Farben sieht es natürlich noch faszinierender aus. Da muss ich mal gucken, ob ich dazu ein passendes Foto von einem fertigen Stück finde und zeigen kann.

Wie alle UFOs will gut Dinge Weile haben. Wegen meines breiten Rückens und weil ich mit Nadelstärke 3,5 stricke, sitze ich mittlerweile schon etwa 3 Jahre daran. Mit vielen Unterbrechungen natürlich. Es soll aber – man lese und staune – DIESES Wochenende damit fertig werden!

Advertisements

Sonne auf Nachtblau – Tischdecke in Kreuzstich

NZ.AdventstischdeckeNZ.Adventstischdecke Detail 2NZ.Adventstischdecke Detail 1

Zurück in die Zeit 1996: Die Zeitschrift Verena (11/96) habe ich damals gekauft, weil mir die komplette Ausgabe so gut gefallen hat. Allerdings bin ich erst zwei Jahre später wirklich dazu gekommen mit dem Sticken anzufangen. Damals war ich schon sehr fleißig gewesen, also nicht, dass ich nicht gewollt hätte. Zwei Sonnenquadrate hatte ich immerhin schon gemeistert und dann war erst einmal Ende. Andere Dinge waren einfach in dem Moment wichtiger und dann ist es schlicht und einfach liegengeblieben. Schön in eine Schachtel verpackt.
Und wieder im Jahr 2014 angekommen, konnte ich aufgrund einer Schulter-OP nicht mehr stricken (meine allabendliche Fernsehbeschäftigung) und weil es mir in den Fingern dennoch nach Handarbeit kribbelte, habe ich nach UFOs (unfertige Objekte) gesucht. Man könnte fast sagen ich habe inzwischen einen gesamten UFO-Park (bestehend aus Strick-, Stick- und Patchwork-Arbeiten) im ganzen Haus angesammelt und verteilt – alles natürlich ordentlich verstaut. Dann habe ich wieder eifrig weitergemacht und musste jetzt feststellen, dass die beiden Linien sich nicht zum Quadrat trafen. Also das, was ich dieses Jahr schon gestickt hatte musste ich wieder komplett auftrennen. Grund: ich habe mich in der Länge verzählt. Da bin ich immer konsequent, es muss ja schließlich korrekt sein und am Ende zusammenpassen. Da hilft alles nichts. Das untere Foto zeigt, wie es sein soll.

Für das Endmaß von ca. 1,30 x 1,30 m braucht man:

  • 1,50 m Zählstoff bzw. Handarbeitsleinen (Davosa) in Blau – 1,40 m breit von Zweigart
  • 6 Farben Sticktwist von Anchor
    23 Stränge Strohgelb (885)
    20 Strg. Bernstein (361)
    2 Strg. Schokolade (359)
    2 Strg. Weiß (2)
    42 Strg. Messing (907) !!!
    2 Strg. Nachtblau (150)
  • Sticknadel ohne Spitze 

Tja, wäre schön, wenn die Tischdecke zu Weihnachten fertig wäre, doch das ist Wunschdenken………